Nach der ausführlichen Rückschau ist nun die Zeit gekommen, allen Menschen zu danken, die am Zustandekommen von Über die Mauer beteiligt gewesen sind:

Zunächst ist die stets ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Brass for Peace und dem Evangelischen Kirchenkreis Herford, insbesondere mit Superintendent Michael Krause und Doris Vogelsang hervorzuheben.

Die Badische Posaunenarbeit und Landesposaunenwart Heiko Petersen trugen durch Ihre Einladung maßgeblich zum Zustandekommen von Über die Mauer bei. Das Posaunenwerk Westfalen und Landesposaunenwart Ulrich Diekmann sowie der Posaunenchor Hagedorn und Chorleiter Kai Honermeier sind mit dem Gelingen des Projekts ebenfalls fest verbunden.

Die logistische Verantwortung für Über die Mauer lag in den Händen des Vereinsvorstands des Brass for Peace e.V.: Prof. Monika Hofmann und Eberhard Helling. Prof. Monika Hofmann übernahm zusätzlich die künstlerische Gesamtleitung. Vielen Dank für die reibungslose und qualifizierte Vorbereitung und Durchführung!

Ein weiterer großer Dank gilt den beiden Brass for Peace-Volontären in Bethlehem Stefan Knauff und Fridtjof Wagner. Dank ihres Engagements in Unterichten, Proben, Elterngesprächen, etc. waren die palästinensischen Jugendlichen musikalisch und kulturell bestens auf das Projekt vorbereitet.

Außerdem waren die palästinensischen Teammitglieder Hani Azar, Nancy Qumseyeh und Grace Khoury eine Bereicherung und großartige Unterstützung für Über die Mauer.

Die ehemalige Brass for Peace-Volontärin Wiebke Hahn und die zukünftige Volontärin Carolin Modersohn unterstützen Über die Mauer als pädagogische Mitarbeiterinnen. Vielen Dank!

In der Vorbereitung auf diese deutsch-palästinensische Begegnung koordinierte der ehemalige Brass for Peace-Volontär Konstantin Udert erfolgreich die Finanzierung von Über die Mauer und übernahm viele weitere organisatorische Aufgaben im Vorfeld des Projekts.

Zu unserer großen Freude erhielten wir Förderungen durch die Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die Evangelischen Kirche von Westfalen, die Stiftung Begegnung Deutsch-Palästinensisches Jugendwerk und den Evangelischen Posaunendiensts in Deutschland.Dafür bedanken wir uns ebenfalls sehr herzlich.

Felix Tenbaum, ein weiterer ehemaliger Brass for Peace-Volontär übernahm die redaktionelle Leitung dieses Über die Mauer-Tagesbuchs und erstellte die Inhalte in Bild und Ton ebenfalls größtenteils selbst, sodass Sie, liebe Leser, stets über die tagesaktuellen Neuigkeiten vor Ort informiert waren.

Bei den Reisevorbereitungen in Bethlehem war uns Salameh Bishara eine erhebliche Hilfe.

Neben den vielen namentlich genannten Personen haben die Teilnehmer des Projekts eine breite Unterstützung durch unzählige Einzelspenden, Kollekten und Benefizaktionen erfahren. Vielen Dank für Ihre große Unterstützung!

Nun möchten wir uns vorrübergehend von Ihnen verabschieden und melden uns wieder, sobald sich die Planungen für ein weiteres Über die Mauer-Projekt konkretisieren. Vielen Dank für Ihre Aufmerkamkeit und Ihr Interesse!

Langsam ist die Zeit gekommen, um sich einmal zurückzulehnen und sich vor Augen zu führen, was seit Anfang Juli genau geschehen ist: 5 Konzerte sowie zusätzlich ein Gottesdienst und eine Andacht, tägliche Proben, gemeinsame Mahlzeiten, teilweise weite Reisen, diverse Freizeitaktionen und mehrere Gesprächsrunden. Viel interessanter ist jedoch, was sich zwischen diesen Fakten getan hat, welche den Rahmen für bemerkenswerte Entwicklungen geboten haben:

Zu Beginn von Über die Mauer war die Anspannung sowie die Müdigkeit durch die nächtliche Anreise der Teilnehmer recht groß und die Hitze eine weitere Belastung. Dennoch war sichtlich Neugierde bei allen Beteiligten zu spüren.
In der ersten Probe für den Landesposaunentag wurden bereits unterschiedliche Formen der Probenarbeit deutlich, wobei ein Teil der Proben noch getrennt stattfand: Etwas lebendiger und musikalisch extrovertiert bei den palästinensischen, diszipliniert und musikalisch auf Korrektheit bedacht bei den westfälischen Jugendlichen. Während der intensiven zweiwöchigen Probenarbeit näherten sich die Gruppen jedoch an und profitierten merklich vom arabischen Temperament bzw. der westfälischen Zielstrebigkeit ihrer Austauschpartner!



Abseits des Bläserischen verdichtete sich der Austausch im Laufe des Projekts ebenfalls. Bei den Mahlzeiten ergab sich recht schnell eine deutsch-palästinensisch gemischte und wechselnde Sitzordnung. Auf den Zimmern hingegen war der Prozess von klarer Trennung der Gruppen hin zu einer ebenfalls ausgeglichenen Mischung erkennbar. Weiterhin erschienen die palästinensischen Jugendlichen nach einer kurzen Eingewöhnungsphase schnell pünktlicher zur Busabfahrt und gemeinsame Regeln zu den Ruhezeiten konnten etabliert werden. Auch das unterschiedliche Kommunikationsverhalten, welches zunächst als leise, also schüchtern bzw. laut, also selbstbewusst charakterisiert wurde konnte mit dem Fortschreiten des Projekts von den Beteiligten besser gedeutet werden. Während des Aufenthalts in den Gastfamilien wurde von den westfälischen Familien hervorgehoben, dass augenblicklich eine unübliche Nähe entstanden sei, die den Abschied nach nur 3 Tagen Aufenthalt bereits sehr schwer machte - auch das ist eine spannende interkulturelle Beobachtung!


Inhaltlich reifte das Verständnis für die unterschiedlichen Lebenssituationen ebenfalls stark. Kern des kulturellen Austauschs waren Themeneinheiten, in denen die Geschlechterrollen, die Familienverhältnisse und die Bedeutung von Geld, Bewegungsfreiheit und natürlichen Ressourcen in den unterschiedlichen Gesellschaften thematisiert wurden. Unterfüttert bzw. ausgelöst wurden die Gesprächsrunden oft durch konkrete Anlässe, wie die strittige Beschriftung einer Landkarte oder den Regen, der die Palästinenser veranlasste, hinaus zu gehen! So war ein direkter Bezug stets greifbar und lebendig.



Wir blicken also auf eine Zeit zurück, die unzählige Einblicke, Beobachtungen und Erfahrungen für die jugendlichen Teilnehmer bereitgehalten hat. Alle Teilnehmer nehmen Anekdoten und Erlebnisse mit nach Hause, die ihren Horizont erweitert haben und sie auf ihrem weiteren Weg begleiten werden. Wir wünschen uns sehr, dass dieses Projekt erst der Beginn weiterer musikalischer und persönlicher Entwicklungen gewesen ist und dass es den Jugendlichen eines Tages möglich sein wird, auf diesen Stand aufzubauen.

Über die Mauer hat seit Montag, den 13. Juli seinen Ausklang in den Familien der deutschen Teilnehmer gefunden. Die palästinensischen Jugendlichen wurden für die letzten Tage des Projekts von ihren westfälischen Freunden zu Hause aufgenommen. Der besonders enge Kontakt innerhalb der Familien festigte die vielfältigen Eindrücke der Teilnehmer und erschwerte den Abschied am Mittwoch, den 15. Juli sehr.
Auch in den drei letzten Tagen des Projekts so viel geschehen, dass wir mit den Berichten nicht Schritt halten konnten: Weitere Konzerte, Abschiedsfeier und Evaluation, der gemeinsame Blick in die Zukunft und vieles mehr.
In den kommenden Tagen werden wir die Ereignisse an dieser Stelle nacherzählen und unserer großen Dankbarkeit an alle Beteiligten Ausdruck verleihen.
Nun befinden sich die palästinensischen Jugendlichen im Anflug auf Amman und wir wünschen Ihnen zunächst eine gute Rückkehr nach Bethlehem.

Zunächst: Auch die palästinensischen Jugendlichen haben heute Vormittag wohlbehalten ihre Heimat erreicht. Nach der Ankunft am Flughafen von Amman/Jordanien gegen 1:30 musste die Öffnung des Grenzübergangs nach Palästina bei Jericho erwartet werden, bevor die letzte Wegstrecke zurückgelegt werden konnte.

An dieser Stelle möchten wir gern noch einmal in den Rückspiegel schauen, was während der letzten Tage des Projekts in Hagedorn geschehen ist.

Die Ankunft der Jugendlichen in Hagedorn am 12. Juli stand im Zeichen eines vollen und aufregenden Tages, der mit einer Andacht begonnen wurde - Eberhard predigte "Über die Mauer" - mit einem lustigen Besuch im Freizeit- und Safaripark Schloss Holte weitergeführt und mit der Verteilung auf die Gastfamilien beendet wurde. Den Abend verbrachten die Jugendlichen in den Familien der deutschen Teilnehmer.

Am 13. Juli durften die Teilnehmer erstmals ausschlafen und nach einer weiteren Freizeitaktion begannen wir erst am späten Nachmittag mit dem Musizieren! Leider startete die Anspielprobe zum letzten Konzert des Projekts in der Kirche von Hagedorn noch später als geplant, da eine Baustelle vielen Teilnehmern die pünktliche Anreise erschwerte. So konnten nur kurze Stellen angespielt werden, obwohl das Programm seit dem Landesposaunentag nicht gespielt worden war. Trotzdem wurde das Konzert erneut ein großer Erfolg und die wachsende Erfahrung und Routine machte sich bemerkbar, was auch den zahlreichen Besuchern nicht verborgen blieb - Großer Applaus!

Der 14. Juli begann für die meisten Teilnehmer mit einem Wecker um 6.00 Uhr, da eine Andacht im Landeskirchenamt Bielefeld um 8.15 Uhr mit anschließender Shoppingtour auf dem Programm stand. Die Zeit wurde genutzt, um Schokoladenvorräte aufzufüllen und miteinander durch die Straßen zu bummeln. Später in Hagedorn war dann die Zeit für einen Gesamtrückblick mit den Teilnehmern und die Reflektion der Erlebnisse gekommen. An dieser Stelle machte sich der bemerkenswerte Prozess bemerkbar, den die Jugendlichen innerhalb von zwei Wochen geschafft hatten. Gegenseitiges Interesse, Verständnis und Akzeptanz, gemeinsame Regeln, Bewusstsein für enge zeitliche Abläufe, eine enorme musikalische Weiterentwicklung sowie das Eingehen von Freundschaften war nach nur zwei gemeinsamen Wochen deutlich zu erkennen. Zum Ausklang des Tages feierten wir mit den Familien und Freunden Abschied: Essen vom Grill, Geschenke, Reden, Fußballspiel und vieles mehr, bevor die Teilnehmer müde ins Bett fielen....

Am 15. Juli trafen sich die Jugendlichen ein letztes Mal, um sich nach dem Rückblick vom Vortag über ihre Wünsche für die Zukunft des Projekts auszutauschen: Über die Mauer 2016 in Palästina hat in den jungen Köpfen bereits recht konkrete Formen angenommen!

Der Abschied ließ dann nur wenige Augen trocken...

Am späten Sonntag Nachmittag kommen wir in Hagedorn an. Dort empfängt der Posaunenchor Hagedorn die Teilnehmer von Über die Mauer mit einem kleinen Ständchen und extra Glockengeläut.

Herzlichen Dank für diesen schönen Empfang!

Verfolgen Sie das Über die Mauer 2016 direkt im Tagebuch.